Wandern die Scheine überhaupt ?

Haben Sie Vorschläge, Kommentare, Ideen...?

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Guest

Post by Guest » Thu Aug 21, 2003 10:58 pm

Hi,

von der derzeitigen Anzahl an Hits ausgehend zu behaupten, die Scheine wandern nicht, ist IMHO etwas übertrieben. Laut einem anderen Thread gibts ca 29 Milliarden Scheine (http://forum.eurobilltracker.eu/viewtopic.php?t=1728), und wir haben hier vergleichsweise lächerliche (net böse sein *g*) 1 Millionen Scheine erfasst, womit etwa jeder 30.000 Schein erfasst wurde. Dass es da dann ziemlich unwahrscheinlich wird, dass Scheine öfters einen Hit ergeben, kann vermutlich ein Mathematiker ziemlich einfach beweisen :)

Tombola

Post by Tombola » Thu Feb 19, 2004 6:47 pm

Mein sehr hoher Ausländeranteil:

167 von 244 eingegebenen Scheinen stammen aus dem Ausland. Ich komme aus Österreich (Salzburg).

nugty
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Scheine und Geldautomaten

Post by nugty » Fri Feb 20, 2004 12:34 am

Die Vermutung, die Scheine, die wieder zur Bank wandern, würden untergehen, stimmt so auch nicht. Die Scheine, die Banken zur Befüllung von Geldautomaten bekommen sind nicht immer druckfrisch, sie müssen lediglich eine gewisse Qualität aufweisen und werden "aufgearbeitet" damit sie der Schein-Austeiler verarbeiten kann. Das weiß ich weil ich in einer Bank gearbeitet habe. Also auch Geld, das zur Bank wandert, von dort zur LZB, wird von der LZB wieder für den Automaten bearbeitet und die Scheine sind nicht automatisch für immer aus dem Verkehr.

Liebe Grüße

Sonja

joergb30
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Post by joergb30 » Fri Feb 20, 2004 10:34 am

Tombola wrote:Mein sehr hoher Ausländeranteil:

167 von 244 eingegebenen Scheinen stammen aus dem Ausland. Ich komme aus Österreich (Salzburg).
Das liegt ja nahe in einer Grenzstadt wie Salzburg
(auch wenn sie laut der EBT-Karte mitten in Österrreich liegt :wink: )
Zu den "echten" Ausländern Hinzu kommen noch deutsche und italienische Pooling-Noten.

Wie hoch ist denn dein Anteil an deutschen Scheinen?

Tombola

Post by Tombola » Fri Feb 20, 2004 12:33 pm

Hier eine genaue Auflistung:

244 Scheine eingegeben:

L: 2
N: 77
P: 5
S: 11
T: 1
U: 9
V: 4
X: 133
Y: 1
Z: 1

Zu den Pooling Noten kann ich nur sagen: bei den deutschen Scheinen stammen 17 mit Sicherheit aus dem Poolingsystem. Italiener vielleicht auch ein paar, aber da hab ich eh nur 11.

mfg, Thomas

joergb30
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Post by joergb30 » Fri Feb 20, 2004 7:50 pm

Hallo Tombola,

Danke für deine Übersicht und ansonsten erst einmal herzlich willkommen als neues (registriertes) Mitglied in diesem Forum :D

Könntest du sie nicht auch
im Statistik-Thread posten?

Gerade die längerfristige Beobachtung und Dokumentation des Trends an einer Ländergrenze, wird sehr interessant sein. Hinzu kommt noch, dass dein Wohnort ein beliebtes Ziel für Touristen ist.

Eurocracker
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Post by Eurocracker » Tue Mar 09, 2004 1:17 am

joergb30 wrote:
Tombola wrote:Mein sehr hoher Ausländeranteil:

167 von 244 eingegebenen Scheinen stammen aus dem Ausland. Ich komme aus Österreich (Salzburg).
Das liegt ja nahe in einer Grenzstadt wie Salzburg
(auch wenn sie laut der EBT-Karte mitten in Österrreich liegt :wink: )
Zu den "echten" Ausländern Hinzu kommen noch deutsche und italienische Pooling-Noten.

Wie hoch ist denn dein Anteil an deutschen Scheinen?
Mathematik-Forscher haben für Münzen folgendes fest gestellt:

Nimmt man einmal eine vollständige Durchmischung zu einem x-beliebigen Zeitpunkt an, dann werden die vorhandenen Scheine in einem Land genau dem Verhältnis aller existenten Scheine entsprechen. Eigentlich ist das logisch, aber sicher nicht jedem bewusst: Ein Beispiel: Unterstellen wir einmal, es wäre eine vollständige Durchmischung erfolgt, dann wäre der Anteil der inländischen Scheine in einem kleinen Land geringer, als der Anteil mancher ausländischer Scheine! Die Zahlen von Tombola scheinen dieses Phänomen bereits jetzt zu bestätigen. In Irland, Portugal oder Finnland werden irgendwann inländische Scheine eine Rarität darstellen und in Deutschland wird es selbst bei vollständiger Durchmischung immer am meisten X-Scheine geben... :?

Allerdings wird die ganze Betrachtung durch das Pooling-System natürlich extrem verzerrt. Ich hasse dieses System ... :x

Eurocracker.

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Re: Scheine und Geldautomaten

Post by Eurocracker » Tue Mar 09, 2004 1:21 am

nugty wrote:Die Vermutung, die Scheine, die wieder zur Bank wandern, würden untergehen, stimmt so auch nicht. Die Scheine, die Banken zur Befüllung von Geldautomaten bekommen sind nicht immer druckfrisch, sie müssen lediglich eine gewisse Qualität aufweisen und werden "aufgearbeitet" damit sie der Schein-Austeiler verarbeiten kann. Das weiß ich weil ich in einer Bank gearbeitet habe. Also auch Geld, das zur Bank wandert, von dort zur LZB, wird von der LZB wieder für den Automaten bearbeitet und die Scheine sind nicht automatisch für immer aus dem Verkehr.

Liebe Grüße

Sonja
Das ist ja auch logisch, denn man stelle sich einmal vor, wie teuer die Produktion neuer Scheine werden würde, wenn jeder Schein, der zu einer Bank zurück kommt, aus dem Verkehr gezogen werden würde!

Gruß,
Eurocracker.

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Post by Ernst » Tue Mar 09, 2004 12:03 pm

joergb30 wrote:
Gerade die längerfristige Beobachtung und Dokumentation des Trends an einer Ländergrenze, wird sehr interessant sein. Hinzu kommt noch, dass dein Wohnort ein beliebtes Ziel für Touristen ist.
Ich kann nicht mit langfrisrtigem dienen, da ich da nicht mehr wohne. Aber zwischen September 2002 und August 2003 habe ich 133 Scheine in Maastricht eingegeben. 3 km bis zur belgischen Grenze, 30km bis zur deutschen (Aachen). Dazu kommt dass Maastricht in Massen (Drogen)Touristen aus Deutschland, Belgien und Frankreich anzieht.

Von den 133 Scheinen kamen:
41% aus den Niederlanden,
32% aus Deutschland,
9,7% aus Belgien,
9,7% aus Frankreich,
2,25% aus Spanien,
1,5% aus Oesterreich,
1,5% aus Italien,
1,5% aus Griechenland,

von so einem Auslaenderanteil kann ich hier in Bonn nur traeumen...

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Post by Tombola » Tue Mar 09, 2004 7:19 pm

Habe hier für Interessierte meine Statistik uas dem englischen Forum reinkopiert:

Entered notes: 328

Germany___179__54,6% (davon definitiv 23 Pooling Scheine für Österreich)
Austria_____106__32,3%
Italy_______16____4,9%
France_____11____3,4%
Netherlands_5_____1,5%
Spain______4_____1,2%
Finland_____2_____0,6%
Ireland_____2_____0,6%
Belgium____2_____0,6%
Greece_____1_____0,3%
Portugal____0_____0%

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Post by joergb30 » Wed Mar 10, 2004 9:53 am

Ernst wrote: Ich kann nicht mit langfrisrtigem dienen, da ich da nicht mehr wohne. Aber zwischen September 2002 und August 2003 habe ich 133 Scheine in Maastricht eingegeben. 3 km bis zur belgischen Grenze, 30km bis zur deutschen (Aachen). Dazu kommt dass Maastricht in Massen (Drogen)Touristen aus Deutschland, Belgien und Frankreich anzieht.

Von den 133 Scheinen kamen:
41% aus den Niederlanden,
32% aus Deutschland,
(...)
Tombola wrote:Habe hier für Interessierte meine Statistik uas dem englischen Forum reinkopiert:

Entered notes: 328

Germany___179__54,6% (davon definitiv 23 Pooling Scheine für Österreich)
Austria_____106__32,3%
(...)

Was in Maastricht die Drogen-Touristen ausmachen, entsprechen in Salzburg und anderen österreichischen Grenzorten vermutlich die Tanktouristen. Ich bin mir sicher, dass die hiesigen Tankstellen eine Menge Scheine einehmen, die ursprünglich jenseits der Grenze verdient worden sind.
(was jetzt nichts gegen Salzburg als Kultur-Zentrum heißen sollte, selbstverständlich gibt es noch andere Gründe als das billige Benzin, diese Stadt zu besuchen)

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Post by Asiamaniac » Fri Apr 09, 2004 7:20 pm

Ich erfasse meine Scheine erst dann, wenn ich sie auch wieder ausgegeben habe. Bringt natürlich ein bisschen Aufwand mit sich. Nun, heute habe ich 64 Scheine erfasst, die überwiegend
- in Wiesbaden erhalten und Imola ausgegeben oder
- in Imola oder Bologna erhalten und in Deutschland ausgegeben worden sind.

Ich habe überhaupt festgestellt, dass in Imola und Bologna viele deutsche Scheine zirkulieren. Dabei waren die Seriennummern so unterschiedlich, dass man kaum von Pooling-Scheinen reden kann. Zu dumm, dass ich einige dieser deutschen Scheine jetzt wieder mit nach Hause gebracht habe... :(

Die Scheine wandern durchaus. In diesem Zusammenhang ist es ganz sinnvoll, auf Reisen das, was man an Bargeld mit sich führt, in nicht zu großen Scheinen bei sich zu haben; dann wandern die Dinger auch mehr.
Meine Angst, dass die Autokorrektur einmal etwas Obszönes ausspuckt, wichst täglich.

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Post by Eurocracker » Fri Apr 09, 2004 7:37 pm

Nun, so viel ich weiß (bin kein Italien-Urlauber), handelt es sich bei den von Dir genannten Orten um beliebte Reiseziele... . Da verwundert es natürlich nicht, dass dort viele deutsche Scheine zirkulieren.

In wie weit es sich dabei um Poolingscheine handelt, hängt auch immer stark von der Stückelung ab. Bei 20ern und 100ern ist das in der Tat sehr unwahrscheinlich, weil die von Italien selbst produziert wurden, auch noch ab 2002. Bei 10ern sieht es schon anders aus: In diesem Falle produziert Deutschland für andere Euroländer... .

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Post by dte » Wed Apr 20, 2005 7:29 pm

Selbstverständlich wandern die Eurobanknoten!

Man stelle sich einfach an eine beliebige Autobahn oder in die Nähe eines Flughafens. Dadurch, daß Geschäftsreisende und Touristen nicht mehr gezwungen sind innerhalb der Eurozone Geld zu wechseln kann man davon ausgehen, daß Reisende immer etwas (Euro)bargeld von daheim bei sich führen, z. B. für einen Imbiß, zum Tanken, ein Taxi, Souvenirs,...

Und weil die Mehrheit eben nicht weiß daß es bei Banknoten nationale Unterschiede gibt (bei den Münzen ist es sehr offensichtlich) nehmen sie auch keinerlei Notiz davon, daß sie einen Schein "exportieren".

Wenn ich also einen Schein mit X erhalte, bedeutet das nicht daß er schon immer in Deutschland seine Runden gedreht hat. Vielleicht war er die letzten zwei Jahre in einer griechischen Ferienregion unterwegs?!? :wink:

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Re: Wandern die Scheine überhaupt?

Post by LazyDog31141 » Wed Apr 20, 2005 9:17 pm

Hier meine Statistik über "Ausländer". Etwa 80 % der Scheine stammt aus Hildesheim (Geldautomat und Supermarkt, Kneipen usw). In letzter Zeit bekam ich viele Österreicher aus dem Automaten.


http://www.hi-info.net/Scheine.jpg

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