VolkerW wrote:Neulich erklärte mir ein befreundeter EBTer, das die die wichtigsten Entscheidungen in Deutschland nicht von den Regierenden oder Fachleuten getroffen werden, sondern von Lobbyisten, Die scheinen wohl auch in unserem geliebtem Schwabeländle das Sagen zu haben und keine Rücksicht auf die Wünsche der Menschen, die es betrifft, nehmen zu wollen.
Es betrifft ja auch die "wichtigen" Menschen, die demnächst eine Stunde früher zu ihrer nächsten Konferenz in London, Paris, Wien, Moskau und anderswo eilen können. Neben den wichtigen Entscheidungsträgern, für die jede Minute zählt, könnte ja sogar der eine oder andere EBTer davon profitieren.
Stell dir einmal vor, der Oberbürgermeister hätte sein Wahlversprechen 2004 wahr gemacht, die versprochene Volksabstimmung tatsächlich zugelassen und ein Haufen desinteressierter, desillusionierter Bürger hätte den Schlußstrich über dieses Jahrhundertprojekt gezogen

(die paar Milliarden mehr oder weniger Baukosten sind doch nur Peanuts wenn man sie auf 100 Jahre und 80 Millionen Einwohner umlegt)
vermeer wrote:Erstmal mit einem Fahrrad ueber die innerdeutsche Grenze gefahren von Ellrich nach Walkenried.
Wie bist du denn mit dem Fahrrad nach "drüben" gekommen? War das damals für Nicht-Deutsche schon problemlos möglich? Am Grenzbahnhof ausgestiegen und anschließend über eine holprige Landstraße zurück in den Westen gefahren?
Zufällig führte mich auch mein erster Besuch nach der Wende über diesen Grenzübergang, allerdings mit dem Zug, was einerseits damals sagenhaft günstig war und sich außerdem viele Straßen jenseits der Grenze in einem bescheidenen Zustand befanden. (Heute ist es eher umgekehrt

) Die Fahrkarte Kassel-Ellrich kostete 17 DM, für 30 DDR-Mark ging es über Nordhausen weiter nach Berlin (Ost).
Ich erinnere mich noch an diesen eiskalten Februarmorgen 1990 als sei es erst gestern gewesen, eine halbe Stunde Aufenthalt am Grenzübergang mit vielen gut gelaunten Menschen, dazu den charakteristischen Braunkohle- und Zweitakterduft in der Luft, der mich seitdem nicht mehr loslassen sollte. Auch die folgenden Monate habe ich das Land vom Erzgebirge bis zur Ostsee ausgiebig erkundet wenn die Zeit es zuließ wobei ich problemlos bis selbst in die letzten Winkel gelangte. (ein dichtes Nahverkehrsnetz und wenn das nicht half, ein freundlicher Autofahrer waren immer zur Stelle)
So viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft wie im ersten Halbjahr 1990 habe ich seitdem in diesem Land nicht wieder erlebt.