Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche

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Volker W
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Post by Volker W »

joergb30 wrote:Wieso geht ihr ausgerechnet zu eurer Bank und wickelt dann auch noch eure Tauschaktionen über euer Konto ab? Ein Spiel mit dem Feuer!
Oh jeh, oh jeh, wie Recht Du doch hattest.

Heute Morgen 7:25 Uhr (wir schliefen noch) klingelte es Sturm in meiner Wohnung, Kriminalpolizei!

Hastig und schlampig angezogen, die beiden reingelassen, Schiss gehabt weil die einen Durchsuchungsbeschluss für meine Wohnung hatten.

Zwei Seiten lang Erklärung zu dem Stand des seit 15. Juni laufendem Ermittlungsverfahren (von dem ich bis eben nichts wuste) gegen mich wegen des Verdachts der Geldwäsche.

Nachdem ich die ersten paar Zeilen gelesen habe, konnte ich erleichtert auflachen aber nervös war ich immer noch.
Ich zeigte denen also erstmal meine volle Ledertasche mit meinem "Spielgeld" und nach einigen Erklärungen, und zur Untermauerung meines Gesagtem, auch unsere Internetseite.

Sie waren auch sehr interessiert und stellten ..zig Fragen dazu, dann um 8:00 Uhr wurde mittendrin der Server abgeschaltet. Schluss. :evil:

Ich habe ihnen dann noch einige Beiträge aus diesem Forum gezeigt.
U.a. auch von dem Interesse, das die Östereichische Nationalbank an uns hat und keinen kriminellen Hintergrund vermutet, Von unseren Usertreffen berichtet und durch Bilder und Forumsbeiträge belegt.

Es wurde dann doch noch eine entspannte und fast heitere Unterhaltung und natürlich hat auch meine Marianne mitgemischt (... ich habe dir ja immer gesagt... )

Bei diesem Gespräch erfuhr ich, dass sie fast alles über mich ermittelt haben, wie ich mein Geld verdiente, was ich in meinem Köcheverein gemacht habe, mit wem ich in Lebensgemeinschaft zusammen lebe, wann und wie oft ich zu Banken gegangen bin, wann wir umgezogen sind und solche Sachen. Nur von EBT hatten sie keine Ahnung. Sehr merkwürdig, denn wenn sie mich schon vor einem halben Jahr gefragt hätten, wäre doch dieser Aufwand nicht nötig gewesen :roll:

Somit bin ich also beschuldigt "Gelder die aus Katalogtaten i.S.d. § 261 Abs. 1 STGB herrühren, verborgen, ihre Herkunft verschleiert oder die Ermittlung der Herkunft, das Auffinden, den Verfall, die Einziehung oder die Sicherstellung vereitelt oder gefährdet zu haben"

Und das alles nur weil man mich bisher überhaupt nicht gefragt hatte. :evil:

Danke liebe Postbank :( N.B. es gibt sogar Teilnehmer in unserem Kreis, die für dieses Institut arbeiten und sich damit auch noch brüsten :roll:

Wir wollen nun nicht annehmen, dass sie, weil sie nun wissen, dass ich in der Rangliste nur an 49. Stelle bin, alle anderen Teilnehmer, die besser sind, auch noch überprüfen.

Aber es könnte sein, dass die ermittelnden Beamten ihren Kollegen von dieser Sache erzählen und dadurch der/die eine oder andere Interesse zeigen und hier mitmachen. Unsere Webadresse haben sie ja jetzt. :lol:

Na mal sehen wie das weitergeht. Bis dahin

freundliche Grüße

Volker
Last edited by Volker W on Tue Nov 28, 2006 3:31 pm, edited 1 time in total.
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helloggs
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Post by helloggs »

Ach du armer Kater. Ein Glueck, dass du nicht mehr unter den Arbeitenden weilst, sonst waere ja die bessere Haelfte ganz alleine damit konfrontiert worden.
Volker W wrote: Hastig und schlampig angezogen, die beiden reingelassen, Schiss gehabt weil die einen Durchsuchungsbeschluss für meine Wohnung hatten.
Wir haben doch nichts zu verbergen, oder? :wink:
Volker W wrote: Sie waren auch sehr interessiert und stellten ..zig Fragen dazu, dann um 8:00 Uhr wurde mittendrin der Server abgeschaltet. Schluss. :evil:
Das ist in der Tat sehr verdaechtig! :twisted:
Volker W wrote: Bei diesem Gespräch erfuhr ich, dass sie fast alles über mich ermittelt haben, wie ich mein Geld verdiente, was ich in meinem Köcheverein gemacht habe, mit wem ich in Lebensgemeinschaft zusammen lebe, wann und wie oft ich zu Banken gegangen bin, wann wir umgezogen sind und solche Sachen. Nur von EBT hatten sie keine Ahnung. Sehr merkwürdig, denn wenn sie mich schon vor einem halben Jahr gefragt hätten, wäre doch dieser Aufwand nicht nötig gewesen :roll:
Echt unglaublich, was alles schon moeglich ist. 8O
Volker W wrote: Somit bin ich also beschuldigt "Gelder die aus Katalogdaten i.S.d. § 261 Abs. 1 STGB herrühren, verborgen, ihre Herkunft verschleiert oder die Ermittlung der Herkunft, das Auffinden, den Verfall, die Einziehung oder die Sicherstellung vereitelt oder gefährdet zu haben"
Katalogtaten, oder? :wink:

Mein herzliches Beileid, und hoffentlich erholst du dich von diesem Schock wieder, du weisst ja, wir brauchen dich in Berlin. :)
joergb30
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Post by joergb30 »

Volker W wrote:Ich habe ihnen dann noch einige Beiträge aus diesem Forum gezeigt.
U.a. auch von dem Interesse, das die Östereichische Nationalbank an uns hat und keinen kriminellen Hintergrund vermutet, Von unseren Usertreffen berichtet und durch Bilder und Forumsbeiträge belegt.
Auch diesen Beitrag hier? :wink:
Bei diesem Gespräch erfuhr ich, dass sie fast alles über mich ermittelt haben, wie ich mein Geld verdiente, was ich in meinem Köcheverein gemacht habe, mit wem ich in Lebensgemeinschaft zusammen lebe, wann und wie oft ich zu Banken gegangen bin, wann wir umgezogen sind und solche Sachen. Nur von EBT hatten sie keine Ahnung. Sehr merkwürdig, denn wenn sie mich schon vor einem halben Jahr gefragt hätten, wäre doch dieser Aufwand nicht nötig gewesen :roll:


Ja, auf unser Überwachungssystem ist Verlass. Schon ein komischer Zufall, dass du schon das zweite Ziel staatlichen Interesses geworden bist, was anderswo in Europa offenbar keinen interessiert (man denke an das mehr als 10mal so hohe Aufkommen in Finnland).
Somit bin ich also beschuldigt "Gelder die aus Katalogtaten i.S.d. § 261 Abs. 1 STGB herrühren, verborgen, ihre Herkunft verschleiert oder die Ermittlung der Herkunft, das Auffinden, den Verfall, die Einziehung oder die Sicherstellung vereitelt oder gefährdet zu haben"
Heißt das, das Verfahren wurde nicht eingestellt und läuft immer noch?
Bei mir war es damals so, dass nach einer ebenfalls entspannten und fast heiteren Unterhaltung der Aktendeckel geschlossen wurde.
Wir wollen nun nicht annehmen, dass sie, weil sie nun wissen, dass ich in der Rangliste nur an 49. Stelle bin, alle anderen Teilnehmer, die besser sind, auch noch überprüfen.
Vielleicht sollte man mal den Herrn Beckstein einmal über das seltsame Treiben in seinem Land, besonders in einer bestimmten Großstadt, informieren? :wink:
Aber es könnte sein, dass die ermittelnden Beamten ihren Kollegen von dieser Sache erzählen und dadurch der/die eine oder andere Interesse zeigen und hier mitmachen. Unsere Webadresse haben sie ja jetzt. :lol:
Dachte ich damals auch, der ermittelnde Beamte hatte sich die Seite auch angesehen aber wie im Krimi so auch im richtigen Leben, die Leute haben dann keine Zeit für so ein Hobby übrig.

P.S.:
Ich hatte gestern nicht so viel Glück, hat mir doch tatsächlich jemand eine falsche 2-Euro-Münze angedreht und ich habe es erst zu Hause bemerkt :roll:
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Helge
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Post by Helge »

Oh, Mann!
Sowas fehlt mir auch noch 8O

So sachfremd ist das Thema ja gar nicht, sollte uns eine Warnung sein. Ich für meinen Teil habe schon seit längerer Zeit aufgehört übers Konto zu wechseln. Meine Befürchtungen gingen da immer Richtung Finanzamt oder so.
Aber was ist jetzt das Ergebnis der Sache? Ist das jetzt verboten oder können wir wieder voll einsteigen? :wink:
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Post by Miles66 »

Helge wrote:Ist das jetzt verboten oder können wir wieder voll einsteigen? :wink:
Hast Du was zu verbergen? ;-)
Was soll daran verboten sein Scheine zu wechseln?
Ich tausche immer Bargeld um. Musste dafür auch bisher keine Kontonummer angeben. Die Bejahung der sporadisch auftretenden Frage "Sind Sie Kunde bei uns?" reichte bisher immer aus. Und zur Not habe ich nun bei allen Instituten ein kostenfreies Sparbuch :-) Nur bisher noch keines benutzen müssen. Also ich kann heute Abend gut schlafen ;-)
Grüße vom/Greetings from :flag-de: Niederrhein
Dirk

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Post by grob-e »

Volker W wrote:Somit bin ich also beschuldigt "Gelder [...], verborgen, ihre Herkunft verschleiert oder die Ermittlung der Herkunft, das Auffinden, den Verfall, die Einziehung oder die Sicherstellung vereitelt oder gefährdet zu haben"
Eigentlich paradox,

bei dir ist ja gerade das Gegenteil der Fall, du willst je genau die Herkunft ermitteln, das Auffinden vereiteln ist auch nicht dein Begehr, und hast eigentlich ihre Herkunft aufgedeckt...da trifft der § wohl nicht ganz zu.

Nix für ungut...
Grobi.
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wisi
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Post by wisi »

hmm, wie kommt es denn zu sowas? ist da nicht falsche Verdächtigung im Spiel, z.B. seitens deiner Bank?
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haemoglobin
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Post by haemoglobin »

tja, da hab ich ja noch schwein gehabt, daß nach einem gespräch mit dem obersten chef aller filialen die beschuldigende angestellte wieder zurückgepfiffen wurde (die hatte ja noch gesagt, sie würde meine kriminellen aktivitäten nicht unterstützen. trotz erklärung hatte die frau NIX verstanden). war mir ne lehre und ich laß jetzt nix mehr übers konto laufen, sondern tausche nur noch
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Volker W
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Post by Volker W »

@wisi: Genau so muss gewesen sein, zumindest einer Bankangestellten. Denn es wurden genau die Worte zitiert, die damals benutzt habe: "Ich möchte andere Scheine, weil ich meine schon registriert habe" (Es handelte sich um 200 10er)

@Haemoglobin: Meine Damen haben das wohl auch nicht verstanden, denn immer noch sagen sie bei der Post: " Nein Tauschen geht nicht aber Sie können es ja auf ihr Konto einzahlen, dann kann ich es ihnen, in anderen Scheinen, wieder auszahlen."
Wenn ich dann erwidere, das möchte ich aber nicht, weil die in München dann wieder mit mit meckern. Antwort: Wieso, das merken die doch nicht.
Wie man sieht kennen die ihr eigenes System nicht mal, wie können sie dann unseres verstehen.

@grob-e: Genau so werde ich das in meinem Erwiderungsschreiben an das Gericht formulieren.
Vielleicht schmunzeln die dort genau so darüber wie ich es tat als das von dir gelesen habe.

@Helge: Nein verboten ist das nicht aber halt verdächtig.
Zitat aus der Anklage: Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Beschuldigte, der ein Gehalt als Mensakoch bezieht, in dieser kurzen Zeit 17 500 € einzahlt und wieder abhebt. (und etwas später:) "Die inkriminierte Herkunft der Gelder verschleiert werden soll.

@joergb30: Nein nicht eingestellt, Ich wurde ja noch nicht einmal richtig vernommen, das war ja erstmal nur ein informatives Gespräch während der Durchsuchung meiner Wohnung. Mal abwarten was die noch wollen. Ja zugeklappt hat meiner seine Akte auch, aber nur um sie mit zunehmen und weiter zu bearbeiten.

@helloggs: Danke für deine tröstenden Worte, aber ich muss vor dem Weitermachen erst mal wieder ruhiger werden, im Moment bin ich noch zu genervt.

In Erwartung ob und wie das nun weitergeht

grüßt freundlich

Volker
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Simtek
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Post by Simtek »

Tja, so viel zum Thema "Überwachungsstaat" :roll:

o.k. mal ernsthaft auf der einen Seite kann man das ganze ja sogar verstehen, theroretisch könnten die Geldscheine ja aus irgendwelchen Kriminellen Quellen stammen und sollen "gewaschen" werden.
Aber ich denke, das diese Leute das ganze noch ein bißchen geschickter anstellen und die Kohle nicht unbedingt ihr Spaarbuch bei der Volksbank laufen lassen :D .
Aber ärgerlich, hoffen wir mal, dass das gaze gut ausgeht :!: *ganz fest Daumen drück *
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Nerzhul
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Post by Nerzhul »

Ich verstehe nicht ganz, worin die Geldwäsche besteht, wenn man Geld immer wieder ein- und auszahlt.

So wie ich als Laie Geldwäsche verstehe, geht es doch dabei darum, Einkünfte aus illegalen Quellen (z.B. Drogenverkäufe) zu "legalisieren", indem man sie als normale Einkünfte ausgibt (z.B. eben das Geld aus Drogenverkäufen zu den Tageseinnahmen eines Kiosks hinzufügt).

Kennt sich da jemand besser aus? Woher rührt der Verdacht bei größeren Kontobewegungen?
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taucher
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Post by taucher »

Überwachung von Konten und Transaktionen:
Die fortlaufende Überwachung von Konten und Transaktionen auf Geldwäscheverdacht ist Banken und anderen Finanzdienstleisten (in Deutschland im Geldwäschegesetz) gesetzlich vorgeschrieben.
Hierzu hat jede Bank einen Geldwäschebeauftragen (Compliance Officer Money Laundering) zu benennen.
Meldung verdächtiger Transaktionen Unabhängig von der Höhe und der Art der Transaktion (bar oder unbar) ist jede Versicherungsgesellschaft und jedes Kreditinstitut nach § 11 Abs. 1 GwG (Geldwäschegesetz) verpflichtet, eine Verdachtsanzeige bei Verdacht auf Geldwäsche gegen ihren eigenen Kunden zu erstatten.
Aber auch Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater unterliegen seit dem 15. August 2002 einer Verpflichtung zur Anzeige, wenn sie nicht rechtsberatend tätig werden.
Indikatoren für Geldwäsche sind:
- viele Konten
- hohe Bareinzahlungen
- Mitführen/Lagerung hoher Barbeträge
- Geldtransporte
- Akzeptanz schlechter Konditionen bei der Geldanlage

Grundsätzlich gilt:
Nur Einzahlungen unterliegen der Geldwäsche, Auszahlungen nicht.

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taucher
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Post by Asiamaniac »

Bei mir war noch niemand. Allerdings mache ich es nicht übers Konto. Ich hebe ganz normal mein Bündel Fünfer ab (oder lasse mir Fünfer aus dem Automaten geben) und tausche die dann immer wieder um.

Ich war dafür schon mal in Mainz von zwei Zivilfahndern "belästigt" worden, als die mich beim Aufschreiben meiner neuen Schätze, eines eingetauschten Bündels Fünfer, erwischt haben. Mein Pech war, dass ich mir einen kleinen Platz ganz in der Nähe vom Dom ausgesucht hatte, der als Brennpunkt der Kleinkriminalität gälte.

Gottseidank hatte ich einen Ausdruck meines letzten Treffers bei mir und konnte es ihnen erklären. Kopfschüttelnd ("Was es nicht alles gibt...") nahmen sie's zur Kenntnis und ließen mich wieder in Ruhe.
Meine Angst, dass die Autokorrektur einmal etwas Obszönes ausspuckt, wichst täglich.
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Post by androl »

Wikipedia wrote:Indikatoren für Geldwäsche sind:
- viele Konten
- hohe Bareinzahlungen
- Mitführen/Lagerung hoher Barbeträge
- Geldtransporte
- Akzeptanz schlechter Konditionen bei der Geldanlage
da wird einem ja Angst und Bange 8O

siehe auch Smurfing
Joshu, a Chinese Zen master, asked a cow:
"Do you have Buddha-nature or not?"
The cow answered: "Moo."
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Post by Licht & Feuer »

Asiamaniac wrote:Ich war dafür schon mal in Mainz von zwei Zivilfahndern "belästigt" worden, als die mich beim Aufschreiben meiner neuen Schätze, eines eingetauschten Bündels Fünfer, erwischt haben. Mein Pech war, dass ich mir einen kleinen Platz ganz in der Nähe vom Dom ausgesucht hatte, der als Brennpunkt der Kleinkriminalität gälte.
Immerhin besser als wenn Dich die Kleinkriminellen erwischt hätten :wink:

Also ich hatte bis jetzt auch immer Glück, zweimal habe ich Anrufe von zwei meiner Banken (viele Konten.... oje :roll: ) bekommen, einmal weil ich dothuntenderweise an einem Tag Geldautomaten in 5 verschiedenen Städten zwischen Düsseldorf und Lippstadt beehrt habe und das andere Mal wegen einer Einzahlung, die dann am selben Tag in 100er Schritten wieder abgehoben wurde.
Das war aber alles sehr entspannt und dieses Verhalten seitens der Banken ist ja auch korrekt.
Offenbar habe ich jetzt einen entsprechenden Vermerk in den Konten denn bei meinem letzten Gespräch fragte mich die mir unbekannte Beraterin im persönlichen Teil "ach und ihr Hobby ist die Verfolgung der Wanderung ihrer Banknoten im Internet?" :P

Mir kommt es aber auch so vor, als wäre die Postbank am kritischsten, vielleicht liegt das daran, das die ungelernten Kräfte auf den kleinen Agenturen zur besonderen Vorsicht angehalten werden :?:
Erschwerend könnte hinzukommen, das gerade Berlin aufgrund seiner Lage und Bedeutung vielleicht ein Pflaster ist, wo tatsächlich in größerem Stil Geldwäsche stattfindet (z.Bsp. aus Zigarettenschmuggel).

Inzwischen haben sich bei mir jedenfalls so meine Stammadressen an Banken entwickelt, die mich kennen und auch alle genau wissen was das soll.
Solche Offenheit sollte man in jedem Fall an den Tag legen wenn man öfters oder in größerem Stil tauschen möchte denn Kassierer haben in der Regel eine gute Menschenkenntnis und wenn man dann rumdruckst oder mit irgendwelchen Ausreden kommt, liegt natürlich der Verdacht nah, das da etwas nicht ganz koscher ist....

Es gibt aber auch einen gewissen Unterschied im Verhalten von Geldwäschern und Eurobill-Trackern an dem ein Verdachtsfall sich zumindest erhärten oder verflüchtigen könnte, also liebe Banken:
1) Der intensive "Großtausch"-Tracker (also jemand der überhaupt in dieses Raster rutschen könnte) verfügt in der Regel über Interesse an und Grundwissen über Euro-Banknoten, dem Geldwäscher dürfte das reichlich egal sein und man könnte im Verdachtsfall ja mal unauffälig abklopfen... ob derjenige weiß wo ein L-Schein herkommt z.Bsp.
2) Ein Tracker hat nichts zu verbergen und dürfte sich in der Regel über solches Fachsimpeln freuen, der Geldwäscher will ja möglichst unauffällig die Transaktion hinter sich bringen und verschwinden.
3) Ist ein Verdachtsfall da, kann man, auch wenn die entsprechende Betrags-Grenze nicht überschritten ist, den Kunden das Geldwäscheformular ausfüllen lassen. Für den Geldwäscher geht das gar nicht, der EBTler hat wie gesagt nichts zu verbergen und entsprechend kein Problem damit (also ich hätte zumindest keins).
4) Zuguterletzt: Dem Tracker geht es letztlich nur um die Nummern, dem Geldwäscher ums Geld. Für das Angebot, ihm die Nummern einiger :note-200: und :note-500: aufzuschreiben wäre letzterer wohl recht unempfänglich, für den Trackie hingegen ist Weihnachten :mrgreen:

Edit: Da diese ganze Diskussion doch eigentlich gar nicht Offtopic ist, könnte man sie vielleicht in einen eigenen Thread auslagern ("Geldwäsche-Verdacht wegen EBT" oder so) :?:
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