Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
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doiknow
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Wenn das wirklich umgesetzt werden soll, dann haben wir hier demnächst französische Verhältnisse. Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass sich eine Bank den Spass macht und ein Lagerraum für Ausweiskopien bereithält? Die werden dann eher ein 'Je suis désolé, mais nous ne changeons que pour nos clients'* (Es tut mir leid, aber wir wechseln nur für Kunden) auf Lager haben....
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Wirklich neu ist das nicht, das kam mir schon letztes Jahr das eine oder andere Mal unter. Flyer gab es zwar nie zu lesen aber der Ausweis wurde halt kopiert. Auf Nachfrage wurde (in Filialen zweier unterschiedlicher Banken) ein Limit von 1000 EUR erwähnt. Wozu, weshalb, was mit den Kopien geschieht, man weiß es nicht. Vermutlich werden sie alle ordentlich abgeheftet und nach 12 Jahren Aufbewahrungspflicht entsorgt, so wie üblich in
An der rechtlichen Lage hat sich bestimmt nichts geändert (obwohl der ominöse Stichtag das ja so klingen lässt) die Spasskasse München wird sich wohl einfach vorgenommen haben, die "gesetzlichen Verpflichtungen" zu befolgen oder strenger auszulegen, wie auch immer. Wie sehr das durchgesetzt werden wird liegt wohl, wie jetzt ja auch schon, am einzelnen Mitarbeiter.
Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Was versteht die Sparkasse denn darunter?Sparkassenzettel wrote:Wechselgeschäfte
Das Wechseln von EUR->Fremdwährung (da machen sie wirklich ein Geschäft)?
Oder das Wechseln von EUR->EUR?
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Wahrscheinlich sowohl als auch - jemand legt Scheine (die ja aus illegalen Geschäften stammen könnten) auf den Tisch und möchte andere dafür haben.
Vielleicht soll das Ganze aber auch nur einen Abschreckungscharakter haben nach dem Motto "Diese Filiale wird videoüberwacht" denn wer beabsichtigt, Geld aus illegalen Quellen zu waschen, hat natürlich schon ein Problem damit, seine Identität feststellen zu lasssen.
Das dadurch die Nachfrage nach rechtlich zwar einwandfreien, für die Bank aber nicht lukrativen Umtauschaktionen durch Nichtkunden auch eher gedämpft wird, dürfte dabei sicherlich auch ein erwünschter Nebeneffekt sein. Im Zweifelsfall muß man sich eben eben nicht im zweifelhaften Licht stumpfer Serviceverweigerung präsentieren, sondern kann sich bequem auf rechtliche Vorgaben zurückziehen - "Ich würde Ihnen ja gerne helfen, aber die Vorgaben der EU zwingen uns..."
Umgekehrt könnte man aus der Formulierung aber auch herauslesen, daß die Bank durchaus bereit ist, auch für Nichtkunden zu wechseln, so diese denn bereit sind sich auszuweisen... und da EBTler schließlich nichts zu verbergen haben: Lappen auf den Tisch und 10 Bündel 5er bitte

Vielleicht soll das Ganze aber auch nur einen Abschreckungscharakter haben nach dem Motto "Diese Filiale wird videoüberwacht" denn wer beabsichtigt, Geld aus illegalen Quellen zu waschen, hat natürlich schon ein Problem damit, seine Identität feststellen zu lasssen.
Das dadurch die Nachfrage nach rechtlich zwar einwandfreien, für die Bank aber nicht lukrativen Umtauschaktionen durch Nichtkunden auch eher gedämpft wird, dürfte dabei sicherlich auch ein erwünschter Nebeneffekt sein. Im Zweifelsfall muß man sich eben eben nicht im zweifelhaften Licht stumpfer Serviceverweigerung präsentieren, sondern kann sich bequem auf rechtliche Vorgaben zurückziehen - "Ich würde Ihnen ja gerne helfen, aber die Vorgaben der EU zwingen uns..."
Umgekehrt könnte man aus der Formulierung aber auch herauslesen, daß die Bank durchaus bereit ist, auch für Nichtkunden zu wechseln, so diese denn bereit sind sich auszuweisen... und da EBTler schließlich nichts zu verbergen haben: Lappen auf den Tisch und 10 Bündel 5er bitte
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Wobei dann wieder die alte Frage auftaucht, inwiefern schwarz oder illegal verdiente
und
jetzt ploetzlich "gewaschen" sein sollen, weil sie in einen
umgetauscht wurden oder meinetwegen auf ein Konto eingezahlt wurden. Die Herkunft des Geldes ist dann immer noch genauso unklar und im Falle des Falles zu belegen. Gut,
lassen sich vielleicht leichter in das Jackettfutter einnaehen wenn man in die Schweiz flieht und sind im ersten Augenschein vielleicht weniger verdaechtig bei einer Wohnungsdurchsuchung, aber irgendwie ist das doch alles Mumpitz, denn wem ist denn damit gedient, dass der Verdaechtling vorher irgendwo in Berlin oder Muenchen seinen Ausweis beim tauschen hat kopieren lassen?? Scheint mir genauso unwirksame Symbolpolitik zu sein wie das Stopp-Schild von Zensursula, dass jetzt gerade ein paar Wellen schlaegt.
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Ich glaube der Punkt ist da wirklich das die Millionen-Umsätze, die beispielsweise im Drogenhandel erzielt werden, letztlich von den Konsumenten auf der Straße in kleinen, meist ziemlich schäbigen Scheinen aufgebracht werden, die in der Menge einfach schlecht zu transportieren sind. Daher vermute ich, daß es aus diesen Kreisen immer Bestrebungen geben wird, dieses Geld in handlicheren Stückelungen zu bekommen, um es bequemer an die Hintermänner bzw. Tarnfirmen verschieben zu können, die das Geld dann als regulären Umsatz ausweisen.
Wahrscheinlich ist das auch so. Im großen Stil werden diese Aktionen wohl eher über korrumpierte Leute, die an "der richtigen Stelle" sitzen gemacht.helloggs wrote:Scheint mir genauso unwirksame Symbolpolitik zu sein wie das Stopp-Schild von Zensursula, dass jetzt gerade ein paar Wellen schlaegt.
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doiknow
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Ich stelle mir ja auch schon lange die Frage, wie man bitteschön durch Geldtauschen Geld waschen kann. Die einzige Möglichkeit ist eben Hier abheben, da einzahlen und weiterüberweisen. Aber dazu brauche ich mir doch nicht die Mühe machen, und erstmal aus
zu machen oderso, da reichen einfach eine Reihe Banken, die voneinander nichts wissen.
Geldwäsche stell ich mir irgendwie anders vor: So mit Krediten, Schein- und Tarnfirmen, Verlustrechnungen usw - aber mit Geldwechseln? Sollten Kriminelle etwa tracken
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Sicherlich nichtdoiknow wrote:Sollten Kriminelle etwa tracken
Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Nur ein weiterer Schritt in unserer schönen neuen Zeit, aber er passt schon.
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30298/1.html
19 Jahre nach dem Untergang der DDR wird der Bürger wieder zunehmend sowohl als Melkkuh als auch als potentieller Verbrecher behandelt, dem man "vorsorglich" möglichst umfassend auf die Finger schauen muss.
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Kleine Scheine wohlmöglich - aber schäbige Scheine? Die Drogenopfer bekommen ihre Scheine ja auch nur ganz normal irgendwo her - und ich glaub nicht, dass die ihr Geld sortieren - die guterhaltenen verwende ich zum Bäckereinkauf/Miete zahlen/etc und mit den gammeligen Scheinen geh ich zum Dealer...Licht & Feuer wrote: im Drogenhandel erzielt werden, letztlich von den Konsumenten auf der Straße in kleinen, meist ziemlich schäbigen Scheinen
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Naja ganz normal... bei jahrelang Schwerstabhängigen dürften Beschaffungskriminlaität und Drogenstrich die Hauptquelle sein. Das die ihre Scheine schön säuberlich ins Portemonnaie stecken, kann ich mir kaum vorstellen. Die denken ja nur noch bis zum nächsten Schuß und werden das Geld einfach nur zusammengeknüllt in der Tasche aufbewahren. Daher glaube ich schon, daß Einnahmen aus dem Straßenverkauf in der Masse übersurchschnittlich stark lädiert sind.nutella wrote:Die Drogenopfer bekommen ihre Scheine ja auch nur ganz normal irgendwo her...
Irgendwo meine ich das auch mal gelesen oder gehört zu haben, daß stark abgenutzte kleine Scheine bei Banken eher Verdacht erregen als in der üblichen Bündel-Qualität, bin mir aber nicht mehr sicher woher bzw. von wem die Aussage stammt.
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Hallo,
ab heute soll ja bei den Sparkassen alles anders sein, in Deizisau ist das zum Glück noch nicht bekannt.
Ich habe bei unserer Sparkasse heute 20x
in 1x
gewechselt ohne jeglichen Fragen.
Gruß Bernd
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Hab´ da wohl heute auch nix verpasst 
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Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Dieser Flyer betraf ja nur bis jetzt die Stadtsparkasse München.Miras-Etrin wrote:ab heute soll ja bei den Sparkassen alles anders sein, in Deizisau ist das zum Glück noch nicht bekannt.
Ich habe bei unserer Sparkasse heute 20xin 1x
gewechselt ohne jeglichen Fragen.
Heute habe ich ähnliche Hinweisblätter bei Filialen der Sparkasse Ingolstadt gesehen, gültig ab 01.06.
Re: Ermittlungen wegen angeblichen Verdachts auf Geldwäsche
Wer hat letzte Woche in Mainz Bündel getauscht?
Das nächste Mal sollte er seine Scheine vor dem Tauschen nicht mit Rohrreiniger oder Ähnlichem behandeln,
dieses Waschmittel war eindeutig zu viel des Guten
http://nachrichten.t-online.de/c/18/80/ ... 06388.html
Das nächste Mal sollte er seine Scheine vor dem Tauschen nicht mit Rohrreiniger oder Ähnlichem behandeln,
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