Wie funktioniert ein Geldautomat?

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Aurengla
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Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Aurengla »

Eigentlich ist das kein Thema. Ich habe nur eine bestimmte Frage und finde nirgendwo im WWW eine Antwort.

Man kann den Thread ja bei Gelegenheit wieder löschen.

Bezahlt ein Geldautomat, in den ich Geld eingezahlt habe, dieselben Scheine sofort wieder aus, oder wird das Geld dort nur abgelegt, später entnommen um es zu prüfen, und dann woanders wieder eingesetzt?


Damit der Geldautomat meine Scheine wieder ausbezahlen kann, setzt natürlich voraus, dass er die entsprechende Wertstufe auch anbietet. Das ist im gegebenen Fall so.

Habe mal vor Jahren ein Bericht zum Thema Falschgeld aus dem Automaten gelesen. Darin wurde geschrieben, dass man tatsächlich Falschgeld aus dem Automaten erhalten kann. Jahre später hieß es dann, dass dies nun mit den modernen Geräten nicht mehr möglich sei.

Da ich hier im Forum von der Problematik des Geldwäscheverdachts bzw. der Steuerhinterziehung bei zu vielen Einzahlungen erfahren habe, halte ich mich mit Einzahlungen allerdings zurück.

Was mir jedoch auffiel ist, dass jedesmal Scheine unter Vorbehalt akzeptiert wurden, da diese erst auf Echtheit geprüft werden müssen. Ich vermute, dass es sich hierbei um beschädigte Scheine handelt. Kurioserweise sah das der Automat, an dem ich sie abgehoben habe aber anders, sonst hätte ich sie ja dort nicht erhalten dürfen. Gibt es dafür eine Erklärung? Andererseits ist es ja auch so, dass ein Automat Scheine auch zurückgibt, wenn er sie nicht als solche erkennt. Bei mir kamen mal drei druckfrische Scheien wieder raus. Das lag viellleicht daran, dass sie allle aufeinanderlagen....allerdings dürfte einem Automat so etwas doch nicht passieren....

...jetzt habe ich doch glatt zwei Fragen gestellt :-)

Vielen Dank für die Antworten.
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Moise
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Moise »

Hallo!
kann nur von meiner jahrelangen Erfahrung mit div. GAA berichten.Soviel ich weiß,ist die Ausgabe eingezahlter Scheine eine Einstellungssache.Hatte bei ein und derselben Bank,aber verschiedenen Filailen, vor einiger Zeit die Erfahrung gemacht,daß bei der einen Filiale eingezahlte Scheine auch wieder ausbezahlt wurden,bei der anderen nicht.Mittlerweile probier ich das aber nicht mehr,ich glaube bei mir hier wurden mittlerweiel alle auf recyclen umgestellt .
Auch das mit "unter Vorbehalt" akzeptierter Scheine kenn ich nur zu gut.Sind bei mir die Automaten der Bawag,ich glaub es sind Nixdorf Automaten.Bei jeder Einzahlung sind es 30 bis 50€ ,die nur unter Vorbehalt akzeptiert werden.Es wurde aber nie was danach wieder abgezogen.Bei anderen Banken hatte ich das nie,liegt also wohl am Automat bzw der dessen Software.
Alle Automaten überprüfen wohl die Scheine auf ihre Echtheit,glaube nicht,daß man unechte aus einem Automaten bekommen kann,dann wohl eher am Kassenschalter,aber selbst da,werden bei mir hier bar eingezahlte Scheine immer auch durch die Geldzählmaschine gejagt,seien es noch so wenige Scheine,da diese die Scheine ja auch auf ihre Echtheit überprüft.
Probleme mit Geldwäscheverdacht oder ähnlichem habe ich keine,habe mich einmal bei der Bank erklärt,und gute war.Und das obwohl ich schon extreme Umsätze als kleiner Arbeiter habe :D .Bei mir läuft eigentlich alles übers Konto,das sind dann schon 7-stellige Umsätze im Jahr 8O

Auch die Probleme mit der Einzahlung von druckfrischen Noten kenn ich ,da haben die Automaten wohl öfters Probleme damit,hab die öfters mal zerknittern müssen,damit sie akzeptiert wurden......
ahm
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by ahm »

Moise wrote:
Wed Jul 29, 2020 11:51 am
Auch das mit "unter Vorbehalt" akzeptierter Scheine kenn ich nur zu gut.Sind bei mir die Automaten der Bawag,ich glaub es sind Nixdorf Automaten.Bei jeder Einzahlung sind es 30 bis 50€ ,die nur unter Vorbehalt akzeptiert werden.Es wurde aber nie was danach wieder abgezogen.Bei anderen Banken hatte ich das nie,liegt also wohl am Automat bzw der dessen Software.
Das mit den Nixdorf-Automaten kann ich in gewisser Weise bestätigen. Ich kenne einen Ein-Auszahler von Wincor Nixdorf, da kommt relativ häufig die Meldung mit dem Vorbehalt. Der Automat ist aber schon gut 15 Jahre alt. Bei neueren Nixdorf-Geräten kam noch nie die Meldung, bei den Automaten von KEBA ebenfalls nicht. Bei Automaten von NCR weiß ich es nicht - "meine" Einzahler sind entweder von Nixdorf oder KEBA.

In einem Fall weiß ich es aus eigener Erfahrung, dass die zuletzt eingezahlten Scheine zuerst wieder ausgegeben werden. Ob das die Regel ist, weiß ich auch nicht. Ich könnte es mir aber gut vorstellen, da der Automat dann nicht so häufig aufgefüllt werden muss.

Hier steht auch noch ein bisschen was dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Cash_Recycling

Eine Besonderheit sind hier auch die Ein-/Auszahler von NCR, die haben - anders als die Modelle der Konkurrenz - ZWEI Ausgabefächer. Eines ist für Einzahlungen und Auszahlungen, das andere ist nur für Auszahlungen. Da ich NCR-Automaten aber bislang nur für Auszahlungen benutzt habe, kann ich nicht mehr dazu sagen - außer, dass das Geld manchmal links rauskommt und manchmal rechts, kurioserweise hören sich die beiden Fächer auch unterschiedlich an...

Wenn der Verdacht auf Falschgeld vorliegt, darf der Automat den verdächtigen Schein gar nicht mehr rausgeben. Sonst könnten manche Personen ja in Versuchung kommen, den "Verdächtigen" schnell irgendwo anders loszuwerden. Der Automat gibt Scheine nur dann zurück, wenn sie z.B. Eselsohren haben oder sich anders verkantet haben und der Automat so den Schein nicht aufnehmen kann.
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Lasterpaule »

Aurengla wrote:
Wed Jul 29, 2020 1:27 am
Eigentlich ist das kein Thema. Ich habe nur eine bestimmte Frage und finde nirgendwo im WWW eine Antwort.
Bezahlt ein Geldautomat, in den ich Geld eingezahlt habe, dieselben Scheine sofort wieder aus, oder wird das Geld dort nur abgelegt, später entnommen um es zu prüfen, und dann woanders wieder eingesetzt?
Das Geld, welches zuletzt eingezahlt wurde, wird als erstes wieder ausgezahlt.

Was mir jedoch auffiel ist, dass jedesmal Scheine unter Vorbehalt akzeptiert wurden, da diese erst auf Echtheit geprüft werden müssen.
Vermutich bei der Sparkasse? (Diese Scheine kommen in ein Extra-Fach)

Ich vermute, dass es sich hierbei um beschädigte Scheine handelt.
Ja, oder verschmutze bzw. beschriftete.

Kurioserweise sah das der Automat, an dem ich sie abgehoben habe aber anders, sonst hätte ich sie ja dort nicht erhalten dürfen. Gibt es dafür eine Erklärung?

Die Volksbank-Automaten sehen das gelassener als die Automaten der Sparkasse wobei das vermutlich auch eine Sache der Einstellung ist. Die großen Maschinen bei der Bundesbank geben auch Scheine wieder in den Umlauf, die mein Banker sofort als Schmutzgeld ins "Extra-Fach" legen würde. :wink:

...jetzt habe ich doch glatt zwei Fragen gestellt :-)

Kein Problem.


Es gab da mal einen Film über die Funktionsweise eines Geldautomaten, den die Macher der Sendung mit der Maus produziert haben, leider ist der nicht frei verfügbar.

Aber ich habe einen sehr interassnten Beitrag der Bundesbank gefunden (Der Bargeldkreislauf in Deutschland: Wie kommt das Bargeld in Umlauf?)

und einen Film, der in etwa die Herstellung eines :note-50: zeigt (Aus Kleidung wird Geld: Die Herstellung des neuen 50-Euro-Scheins)
Gruß Paul (Lasterpaule)
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Arminius »

Ich kann die Erfahrungen von Paul hinsichtlich Volksbank und Sparkasse bestätigen.
Das Sparkassen-Vorbehaltsgebaren nervt und hatte bislang keinerlei Anlass.
In seltenen Fällen gibt der Volksbank-Automat schon mal einen Schein zurück,der irgendwie zu stark beschädigt oder stümperhaft repariert ist. Hat man weitere Scheine einzuzahlen kann man diesen meist beim zweiten Versuch einzahlen.

Irgendwann wird wohl jeder ernsthafte Tracker mal von seinem Kundenbeauftragten der Bank auf die merkwürdig hohen Bargeldumsätze angesprochen.
Ich schreibe dann immer eine erklärende Email mit entsprechenden Links auf mein Ebt-Profil und Eurotracer - und dann kehrt Ruhe ein.

Gruß
Last edited by Arminius on Fri Jul 31, 2020 10:00 am, edited 1 time in total.
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by gergapsek »

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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by 10EuroWimD »

Es gab da mal einen Film über die Funktionsweise eines Geldautomaten, den die Macher der Sendung mit der Maus produziert haben, leider ist der nicht frei verfügbar.
Hier einmal der Link :wink: https://www.veoh.com/watch/v87864517NsbCgahn
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by GWR7007 »

Auch mir passiert das regelmäßig, wenn ich Scheine entsorgen gehe (Sparkasse mit Nixdorf Automaten).
was mir auffällt, ist, dass ich beim Wechseln eines Bündels :note-5: häufig Probleme habe (mehr auf einmal lässt die Wechselfunktion nicht zu). Die Scheine zu holen ist nie das Problem, aber eben beim Weggeben ist meist einer/Bündel dabei, der Probleme macht. Wird wohl an Knicken/Rissen/Dreck etc. liegen. Oder evtl. auch daran, dass es eben das Wechsellimit von 500€/Vorgang mit relativ vielen Scheinen im Fach ausreizt :roll: .

Auch scheint es Unterschiede bei der Geschwindigkeit zu geben, in der so ein Automat die Transaktion abhandelt. Mir scheint, als hätte die Sparkasse hier verschiedene Generationen der Automaten. Die ganz neuen, wo Diebold-Nixdorf drauf steht, erkenne ich am anderen Logo, ansonsten erkenne ich da aber keine Unterschiede (bin aber auch kein Fachmann)
Interessanter als die Funktionsweise eines Geldautomatens fand ich ja die Dinge, die in der Zukunft alle an Geldautomaten möglich sein sollen :mrgreen: . Wenn das noch was damit werden soll (bevor das Bargeld abgeschafft wird) müssen sich die Hersteller aber ran halten :lol:
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Abercrombie »

Dass die Geldautomaten unterschiedlich "reagieren" liegt an deren Programmierung und an der Anzahl verwendeter Prüfmerkmale (ich glaube, bis zu 10 sind möglich).

Dass man einen Schein zwar aus dem Automaten bekommt und dieser beim Einzahlen dann als verdächtig erkannt wird, ist auch einfach erklärt. Die Geldscheine werden nur beim Einzahlen in den Automaten geprüft. Das heißt, bei der Ausgabe findet keine umfängliche Prüfung statt, sondern es wird nur auf doppelte Noten geprüft, damit nicht zu viel ausgezahlt wird, wenn man zwei Scheine zusammen kleben. Befindet sich also ein Schein bereits in der Kassette, weil er von den Bankmitarbeitern oder vom Geldtransportunternehmen dort hinein gepackt wurde, dann stellt sich der Automat die Frage nach der Echtheit überhaupt nicht. Der arbeitet nach dem Prinzip: "Was in der Kassette ist, ist echt". Wenn man den Schein dann einzahlt oder wechselt, dann durchläuft er die verschiedenen Prüfungen und fällt auf, wenn etwas nicht stimmt.

Während sich die meisten Sicherheitsmerkmale nicht verändern können, gibt es einige, die sich durch den Gebrauch der Banknoten teilweise erheblich verändern können und somit zu Irritationen bei der Prüfung durch den Geldautomaten führen können. Dadurch erkennt der Automat die Scheine nicht als 100 % echt und ist gesetzlich verpflichtet, die Banknoten "sicherzustellen". Bei den meisten Banken verläuft es dann so, dass der komplette Betrag aufs Konto gebucht wird.

Verschmutzungen oder Beschädigungen führen nicht dazu, denn die Scheine können eindeutig als echt erkannt werden und werden lediglich aussortiert.

Einerseits kann die Ultraschallprüfung und die Dicke der Scheine zu einem "Verdacht" führen. Durch starken Gebrauch - vor allem bei kleinen Stückelungen - werden die Scheine labberig und dünner. Der Automat hat als Referenz die Merkmale gespeichert (inkl. Abweichungstoleranz), wie ein Schein beschaffen sein muss. Das Ergebnis der Prüfung des eingezahlten Scheins wird mit der Datenbank abgeglichen. Manche "Lappen" weichen zu stark ab. Aber das ist nur eine kleine Zahl von Fällen.

Der größte Teil der "Verdachtsmeldungen" wird durch die UV-Merkmale ausgelöst. Da denkt man manchmal, dass die Scheine doch relativ gut erhalten sind und trotzdem kommt eine Verdachtsmeldung. Schafft Euch eine einfache UV-Lampe an und sortiert die verdachtsauslösenden Scheine einfach vorher aus, das erspart zusätzliche Buchungen auf dem Konto. Ich will es mal mit Bildern verdeutlichen (Erklärungen in der Bildunterschrift):
Normaler Schein, so wie er eigentlich auszusehen hat. Das Papier bleibt dunkel, reflektiert also das UV Licht nicht, die anderen Merkmale sind gut ausgeprägt.
Normaler Schein, so wie er eigentlich auszusehen hat. Das Papier bleibt dunkel, reflektiert also das UV Licht nicht, die anderen Merkmale sind gut ausgeprägt.
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Bei 5 Euro-Scheinen öfter mal nichts neues. Beide Scheine sind echt. Der rechte Schein ist mittlerweile so stark gebraucht, dass er ein richtiger &quot;Lappen&quot; geworden ist und das Papier das UV Licht reflektiert. So würden auch Kopien aussehen. Dieser Schein wird zu 100 % zu einer Verdachtsmeldung führen, da das Papier den Regeln entsprechend das UV Licht nicht reflektieren darf. Diese Scheine sortiere ich mittlerweile grundsätzlich aus und zahle sie auf keinen Fall in den Automaten ein.
Bei 5 Euro-Scheinen öfter mal nichts neues. Beide Scheine sind echt. Der rechte Schein ist mittlerweile so stark gebraucht, dass er ein richtiger "Lappen" geworden ist und das Papier das UV Licht reflektiert. So würden auch Kopien aussehen. Dieser Schein wird zu 100 % zu einer Verdachtsmeldung führen, da das Papier den Regeln entsprechend das UV Licht nicht reflektieren darf. Diese Scheine sortiere ich mittlerweile grundsätzlich aus und zahle sie auf keinen Fall in den Automaten ein.
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Der 50-Euro-Schein hat am oberen Rand zusätzliche &quot;UV-Merkmale&quot;, die dort nicht hingehören (die sind irgendwie durch Gebrauch drauf gekommen). Man findet immer mal wieder solche Scheine. Das UV-Bild stimmt nicht mit den gespeicherten Referenzdaten überein, wird also nicht immer als 100 % echt identifiziert. Dies KANN zu einer Verdachtsmeldung führen, muss aber nicht (ich habe es durch den Wechsel mit einzelnen Scheinen getestet).
Der 50-Euro-Schein hat am oberen Rand zusätzliche "UV-Merkmale", die dort nicht hingehören (die sind irgendwie durch Gebrauch drauf gekommen). Man findet immer mal wieder solche Scheine. Das UV-Bild stimmt nicht mit den gespeicherten Referenzdaten überein, wird also nicht immer als 100 % echt identifiziert. Dies KANN zu einer Verdachtsmeldung führen, muss aber nicht (ich habe es durch den Wechsel mit einzelnen Scheinen getestet).
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Aurengla
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Aurengla »

Wow! Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen. Da habe ich wohl ein Thema getroffen, zu dem sich auch andere einmal austauschen möchten.

Aus Abercrombies Ausführungen lässt sich doch folgende Schlussfolgerung ziehen: Wenn ich Scheine an einem Einzahl- Auszahlautomat abhebe und sie wieder einzahle und dann Scheine nur unter Vorbehalt gebucht werden, dann heißt das, dass zumindest dieser Schein nicht zuvor am Automat eingezahlt wurde, sondern vom Unternehmen, das den Automaten unterhält dort hineingelegt wurde.

Nachdem beim ersten Mal zwei Scheine von 200 aussortiert wurden, habe ich beim zweiten Mal alle eingerissenen und läbbrigen Scheine schon gar nicht mehr eingezahlt. Zwei Eingerissene waren allerdings trotzdem dabei. Einer wurde dann tatsächlich auch unter Vorbehalt gebucht.

(Dazu gibt es eine Anekdote: Meine Mutter findet es unmöglich, was ich da mache. Ich habe darauf spekuliert, dass ich 1000 Euro auf ihr Konto bei der Sparkasse einzahlen könnte. Ich war mir dann lange nicht sicher, ob es klappt. Da die Noten ja ÄRGERLICHERWEISE nur sieben Tage lang bearbeitet werden können, wäre ich dann auf einem Stapel Scheinen gesessen, und hätte nicht mehr vermerken können, wo ich sie wieder ausgebe. Kurz vor dem Tag an dem sie zur Bank gehen wollte, fiel mir dann ein, dass ich sie auch einfach auf mein Konto einzahlen könnte, falls es nicht klappt, und musste dann ganz schnell 5 Euroscheine im Wert von 1000€ bei EBT eingeben. Ich habe dann auch die aus meinem Porte-monnaie noch dazu genommen, da das echt zu viel geworden wäre und es sollten schon 1000 sein. Da waren dann zwei stark Eingerissene dabei. Wir standen dann vor dem Automat, ich hab 495€ in 5ern abgehoben und 1000 eingezahlt. Sie hat sich geärgert. Ich meinte dann: Doch, das ist cool. Irgendeiner dieser Scheine wird sicher wieder gefunden. Zum Beispiel in sechs Jahren in Klagenfurt und dann freue ich mich und erinner mich daran, wie wir heute hier vor dem Automat standen. Es stellte sich dann gestern heraus, dass Klagenfurt bereits im Automat lauerte:-)))))Ausgerechnet!)

Dass ich die Scheine aussortiert habe, hat weniger damit zu tun, dass ich Ärger mit der Bank befürchte als viel mehr damit, dass sie ja dann den "Fitnesstest" nicht bestanden haben und aussortiert werden. Gebe ich sie im Geschäft aus, besteht die Chance, dass sie noch einmal ein paar Runden drehen und vielleicht zum Schluss noch bei #PEACE! landen :-)))

Ich hebe bisher nur bei der Volksbank ab. Dort ist es immer die gleiche Art von Automat. In einer Volksbank habe ich aber ein wohl brandneues Gerät gesehen. Das war dasselbe wie bei der Sparkasse. Es sieht mehr aus wie ein Computer als wie ein Geldautomat. Auf die Hersteller habe ich nicht geachtet.

Bei der DKB war es ein Automat mit zwei Fächern und einer der ähnlich denen bei der Volksbank war. Dort habe ich dann zu viele Scheine auf einmal reingelegt und ihn damit gleich außer Betrieb gesetzt. Mit dem Rest bin ich dann eine Parallelstraße weiter, wo der Zweifächerautomat stand.Ehrlich gesagt habe ich bisher nur zwei Mal Geld auf ein Konto einbezahlt. Zum einen will ich keinen Ärger und zum anderen muss ich mich bremsen. Ich hab ja auch noch ein anderes Leben.
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Abercrombie »

Ja so ist es. Ein später als verdächtig erkannter Schein ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht durch Kunden in den Automaten eingezahlt worden.

Vielleicht hast Du schon mal was davon gehört, dass Geldautomaten falsche Scheine ausgegeben haben. Gelegentlich hört man was davon. Dann wurden die Kassetten im Automaten versehentlich vertauscht. Mal ein Beispiel: Der Automat ist so programmiert, dass in Kassette 1 :note-50: sind. Nun weiß der Automat, wenn jemand 500 Euro haben will, muss er 10 Scheine aus Kassette 1 holen. Nun hat aber das Geldtransportunternehmen versehentlich eine Kassette mit :note-100: in den Automaten gesteckt...dem ist das vollkommen egal, was in der Kassette ist, er weiß nur, er muss 10 Scheine auszahlen. Dann zahlt er eben 10 x :note-100: aus. Also bekommen die Kunden anstatt den 500 Euro ganze 1000 Euro ausgezahlt, wobei nur 500 Euro vom Konto abgebucht werden (Die Kunden müssen es natürlich zurück zahlen, jeder der Geld abgehoben hat, bekommt einen Brief von der Bank). Damit will ich nur verdeutlichen, dass bei der Auszahlung nichts geprüft wird, außer auf doppelte Noten. Rein theoretisch könnten Kriminelle Mitarbeiter auch zurecht geschnittene Blätter Papier rein stecken, ich glaube, so einen Fall gab es auch schon mal.

Was mir jetzt pauschal mal aufgefallen ist, im Bezug auf beschädigte Banknoten. Die Automaten der Sparkasse sind zwar streng eingestellt, was die Sicherheitsmerkmale angeht. Aber sie akzeptieren auch alle eingerissenen Scheine. Bei der Commerzbank ist das genau umgekehrt. Stark Beschädigte Scheine nimmt der Automat nicht an, dafür nahm er es mit den Sicherheitsmerkmalen nicht ganz so genau. Mit dem letzten Softwareupdate hat sich das auch etwas geändert. Da ich fast nicht mehr bei der Commerzbank wechsle, habe ich da keine näheren eigenen Erfahrungen. Ich weiß es nur von Geschäftsleuten, dass neuerdings öfter Geld als verdächtig erkannt wird.

Das Du die Noten nur 7 Tage lang bearbeiten kannst, liegt sicher an Deinem Mitglieds-Status. Frag mich jetzt aber nicht nach den genauen Bedingungen...ich kann auch meine ersten Scheine von 2013 noch bearbeiten (zum Beispiel, wenn man einen selbst wieder findet).

Das ist eine schöne Anekdote 8)

Du hast ein anderes Leben als EBT? 8O Lass mal, ich mittlerweile auch. Ich habe mir immer vorgestellt, dass es praktisch sein muss, wenn man einen Wechselautomaten in der Nähe hat. Ich musste ja sonst immer mindestens 14 km fahren. Aber seit ich bei der Sparkasse wechseln kann, wird es irgendwie weniger und der Automat ist nur ein paar hundert Meter weit weg. Früher habe ich auch größere Beträge gewechselt, wegen der notwendigen Fahrt zum Automaten. Jetzt begnüge ich mich mit rund 800 Euro „Spielgeld“. Ich werde nicht aufgeben, aber ich merke halt, wie es weniger wird. Ich habe mir für den August jetzt zwar vorgenommen, jeden Tag wechseln zu gehen, aber ob ich das Ziel erreiche, weiß ich nicht. Es gibt im Grunde genommen kein echtes Ziel mehr, was EBT angeht. Das einzige, was mir noch fehlt, ist ein Treffer mit einem :note-100: Treffer mit :note-500: hab ich schon lange abgeschrieben. Aber jetzt extra gezielt :note-100: zu holen, wäre mir zu stressig.
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Aurengla »

"Dass Du die Noten nur 7 Tage lang bearbeiten kannst, liegt sicher an Deinem Mitglieds-Status."

Ja, das steht da eben so bei mir. Da werde ich manchmal ganz schön gehetzt. Ebenso ungünstig für mich ist die Tatsache, dass ich Scheine nur einmal korrigieren kann. Mir ist es wichtig, immer noch dazu zu schreiben, wo ich sie ausgegeben habe. Es ist gar nicht so leicht, hier den Überblick zu behalten. Ich schreibe immer schon die zwei Buchstaben und die letzten zwei Zahlen auf den Kassenbon und wickle darin auch das Rückgeld ein.

Zudem lege ich die Scheine genau in der Reihenfolge ins Porte-monnaie, wie ich sie eingegeben habe. Scheine, die den Tag über neu hinzukommen, lege ich immer der Reihe nach ab. Das klappt sehr gut. Am Abend kann ich dann bei der Bearbeitung und der Neueingabe den Tag nochmal Revue passieren lassen.

Das Problem ist, dass ich nicht immer einen Kassenbon bekomme...z.B. bei den ganzen Tauschaktionen. Nun ist es mir passiert, dass ich nach dem Eingeben vergessen habe, die Scheine nochmals zu wenden, so dass der zuerst Eingegebene oben liegt, bzw ich habe das nicht konsequent gemacht und nun sind 10 (!)Scheine mit einem falschen Ausgabeort versehen. Da muss ich jetzt 10 Supportanfragen stellen. Das ist mir immer so peinlich

So ganz verstehe ich auch nicht, weshalb man einen Schein nur einmal korrigieren kann. Es wäre doch viel sinnvoller, hier Einschränkungen nur bei Usern vorzunehmen, die damit Schindluder treiben.....

Du hast Ziele auf EBT?!

Die Frage ist jetzt etwas naiv. Ich habe schon mitbekommen, dass viele auf die Rankings schauen und auch Treffer mit allen möglichen Ländern und auch allen Scheinarten für viele ein Ziel ist.

Bei mir ist das nicht so. EBT reiht sich perfekt in meine Lebensphilosophie ein, dass ich immer die Wahl habe dieses oder jenes zu tun, am Ende aber eh alles sinnlos ist (klingt furchtbar nach Depressionen, ist aber nicht so). Ich habe auch hier kein Ziel. Schön finde ich aber die Idee, dass irgendwann ständig Schnipsel aus meiner Vergangenheit auftauchen werden. Daher ist es mir auch so wichtig immer genau zu schreiben, woher ein Schein kam und wohin er ging. Da bin ich nicht der Einzige. "Gerard Dou" macht das glaube ich auch. Man könnte hier echt soziologische Studien starten, über die Beweggründe der EBTler, und am Ende verschiedene Typen von User*innen in Gruppen zusammenfassen.

Solange aber noch kein einziger Schein von mir gefunden wurde, gilt weiterhin die EBT Hymne:

Wo ist mein Geld bloß geblieben???? Wo? Wo? Wo? https://www.youtube.com/watch?v=mmKQuqeVqTE

:-))
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by GWR7007 »

Aurengla wrote:Da muss ich jetzt 10 Supportanfragen stellen. Das ist mir immer so peinlich
Soweit ich weiß, kann man doch auch eine Supportanfrage für mehrere Scheine stellen :? ? Vielleicht hängt aber auch das mit deinem "Status" bedingt durch die eingegebenen Scheine etc. zusammen :oops:
Aurengla wrote:Du hast Ziele auf EBT?!
Wie du bereits festgestellt hast, gibt es genug Dinge, die man sich vornehmen kann und auf die man dann freudig hinarbeitet. Auf manches hat man Einfluss, auf anderes nur bedingt (etwa, wo meine Scheine wieder eingegeben werden). Direkt habe ich keine Ziele (außer, recht viel einzugeben und auf möglichst viele Treffer mit möglichst vielen Ländern zu hoffen).
Als längeres Ziel habe ich mir vorgenommen, in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens mindestens einen Schein einzugeben. Aber da fehlen mir bis heute noch ein paar :roll: . Grob geschätzt 5 von etwas über 50 :mrgreen:
Mein ursprüngliches Vorhaben, bereits alle 12 niederländischen Provinzen ertrackt zu haben, ist auch noch nicht umgesetzt (11/12; nur noch Flevoland fehlt - ist vom Osten des Landes suboptimal an die Bahn angebunden :| ). So ist immer was :)
Aurengla wrote:Da bin ich nicht der Einzige. "Gerard Dou" macht das glaube ich auch.
Ich glaube du meinst "Asiamaniac" :wink: . :flag-nl: Gerard Dou aka vermeer ist jetzt nicht gerade für besonders detallierte Kommentare bekannt (im niederländischen Forumsteil waren auch seine Posts meist nur mehr oder weniger vielsagende Einzeiler :roll: ). Höchstens, wenn er auf EBT-Superuser-Art einkaufen geht (zumindest unterstelle ich da eine bestimmte Art einkaufen zu gehen, die man normalerweise auch nicht so machen würde), steht recht ausführlich, was gekauft wurde.
Aurengla wrote:Solange aber noch kein einziger Schein von mir gefunden wurde,
Das wird schon noch. Es kommt meist doch anders als man denkt :P . Und im Zweifelsfall: Hier stimmt irgendwo die Aussage "viel hilft viel" :lol:
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Aurengla »

OMG! Diese Ziele würden bei mir schon daran scheitern, dass ich weder alle Landkreise und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens kenne, noch alle 12
niederländische Provinzen.....:-))

Momentan freue ich mich darüber, meine Heimatstadt etwas zu boosten.

Gerard Dou schreibt immer irgendwie, was er da gekauft hat...und ja, auf die Art geh ich auch einkaufen. Ich kaufe nach Möglichkeit immer nur einen Artikel (weil ich ja auch Münzen sammle) und zahle dann mit 10 oder 20, gelegentlich auch 50€. Ich liebe die Selfscanner bei Kaufland und Real, wo man auch Centbeträge ganz ohne Kassiereinen-mimimi mit 50€ bezahlen kann.
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Re: Wie funktioniert ein Geldautomat?

Post by Abercrombie »

Also ich finde, es reicht vollkommen aus, dass man die Scheine nur einmal bearbeiten kann. Ich bearbeite die eigentlich nur, wenn ich mal einen Bumerang habe. Wenn man den Schein eingegeben hat und anschließend nochmal ändert, weil man den Ausgabeort hinzufügen möchte, dann reicht es doch auch, wenn man den Schein einmal ändern kann. Sollte dann immer noch eine Änderung notwendig werden, macht man eine Support-Anfrage. Aber das hält sich doch in Grenzen.

Du brauchst ja keinen Kassenbon, Handy raus...Schein gefilmt und dazu gesprochen: ausgegeben in xxx bei Kaufland, meinetwegen auch noch Datum und Uhrzeit dazu und dann hat man alle Infos. Das kann man diskret machen, dass es keiner weiter mitkriegt. 8)

Nein, ich habe keine Ziele (mehr) bei EBT. Klar, über jeden Treffer freut man sich :D Mittlerweile gebe ich nur noch Scheine ein, um sie einzugeben :lol: :oops: Natürlich kann sich jeder irgendwelche Ziele setzen und diese verfolgen, wie z. B. GWR7007. Ich will aber nicht ausschließen, dass es wieder so eine Zeit geben wird, wo mich die Euphorie packt und ich irgendwas erreichen will. Wer weiß, wie es mal kommt :mrgreen:

Ich habe früher auch auf die Rankings und alles mögliche geschaut. Ich habe meine Daten immer auf EBTST hochgeladen und durch die vielen Statistiken und Übersichten dort immer mal wieder was gefunden, worauf man hinarbeiten kann. Ich werd gleich mal meine Daten dort auf den aktuellen Stand bringen, mal sehen, ob irgendwo ein Funke lauert, der überspringt :wink:

Die Beweggründe sind sicherlich vielseitig. Ich bin im Januar 2013 zu EBT gekommen, weil ich irgendwie nachts Langeweile hatte und im Appstore nach allem möglichen gesucht habe. Da tauchte irgendwann eine App auf, die heute nicht mehr existiert.

Da fällt mir gleich etwas zu Deinem Problem mit dem Ändern von Scheinen ein...Wenn Du es über eine App machst, kannst Du die Scheine doch offline speichern, bevor Du sie hochlädst. Du kannst vor dem Hochladen den Kommentar noch um den Ausgabeort des Scheins ergänzen und lädst ihn dann erst hoch. Dadurch musst Du weder eine Supportanfrage machen noch die Funktion des Bearbeitens benutzen. Ich nutze iEBT auf dem iPhone, das ist super.
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